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Tyrosur® – So geht Wundbehandlung heute

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass beim Thema Wundbehandlung nach wie vor erhöhter Aufklärungsbedarf bei Patienten besteht: Demnach versorgen mehr als zwei Drittel der Befragten ihre Alltagsverletzungen nicht so, wie Hautexperten es empfehlen. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei die Beratung in der Apotheke ein: Dort informieren sich nämlich 76 Prozent der Befragungsteilnehmer über ein geeignetes Wundheilmittel. Ein Dermatologe und eine Pharmazeutin erklären, warum die ideal-feuchte Wundbehandlung ein geeignetes Prinzip ist, um Wunden gut abheilen zu lassen und das Narbenrisiko zu reduzieren.

Der Umfrage zufolge waren 82 Prozent aller Befragten der Meinung, dass eine Wunde möglichst trocken gehalten werden sollte. Nur 18 Prozent wussten, dass eine oberflächliche Alltagswunde entsprechend dem Prinzip der ideal-feuchten Wundbehandlung behandelt werden sollte, um die Wundheilung zu fördern und das Sekret abfließen zu lassen.

Ideal-feuchte Wundbehandlung durch Hydrogele

„Während man früher davon ausging, dass Wunden an der Luft trocknen müssen, wissen wir heute, dass ausgetrocknete Wunden eher stagnieren. Im feuchten Milieu können sich Zellen besser vermehren“, berichtet Prof. Joachim Dissemond, Facharzt für Dermatologie und Venerologie an der Universitätsklinik Essen. Die ideal-feuchte Wundversorgung durch die Anwendung von Hydrogelen führe zu einer schnelleren und unproblematischeren Heilung und tendenziell auch zu einer geringeren Narbenbildung, so Dissemond weiter.

Feucht ist jedoch nicht gleich feucht: Im Kontrast zu Hydrogelen stehen okklusive Wundsalben, „Dadurch kann die Wunde nicht atmen, der Feuchtigkeitsaustausch ist gestört und das Wundsekret kann nicht abfließen“, so Apothekerin Dr. Katrin Bachmann aus der Schwanen-Apotheke in Hofheim bei Frankfurt.

Wichtig ist, vor allem bei der Behandlung einer Wunde zu unterscheiden, ob es sich um eine entzündete oder nicht entzündete Wunde handelt. Das wissen auch die Teilnehmer der Tyrosur®-Umfrage. Demnach gaben 80 Prozent der Befragten an, eine Wunde unterschiedlich zu behandeln – je nachdem, ob sie entzündet ist oder nicht. Wiederum 82 Prozent sagten, dass es ihnen leicht falle einzuschätzen, ob eine Wunde infiziert ist oder nicht.

Bislang keine Resistenzen bekannt

Entzündete Wunden erkennt man daran, dass sie meist stark gerötet sind, pochen, schmerzen und die umgebende Haut anschwillt. Wenn sich Alltagswunden entzünden, handelt es sich dabei meist um eine bakteriell verursachte Reaktion.

„Das Tyrothricin-haltige Hydrogel Tyrosur® Wund-heilgel hat in diesem Bereich Stand-alone-Charakter und ist eine interessante Alternative zu lokal applizierten Antibiotika“ Prof. Joachim Dissemond

Um die passende Empfehlung bei der Beratung in der Apotheke aussprechen zu können, kann es deshalb hilfreich sein, neben den genannten Symptomen ein erhöhtes Infektionsrisiko abzufragen, zum Beispiel, wenn die Wunde verschmutzt war.

„In diesem Fall einer infizierten Wunde kann im Rahmen der Selbstmedikation beispielsweise ein Tyrothricin-haltiges Hydrogel angewendet werden“, berichtet Prof. Dissemond. Tyrothricin ist ein antimikrobielles Peptid. Antimikrobielle Peptide nehmen im Vergleich zu klassischen Antibiotika eine Sonderstellung ein. Allerdings sollte insbesondere bei ausgeprägteren Befunden und/oder Betroffenen mit weiteren Risikofaktoren auch frühzeitig eine ärztliche Konsultation erfolgen. „Die lokale Behandlung mit klassischen Antibiotika wird in der Wundbehandlung heute nicht mehr empfohlen. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe: Die resultierenden Wirkstoffspiegel sind häufig nicht hoch genug, durch Kontaktsensibilisierung können Allergien erzeugt werden und der Resistenzentwicklung wird unnötig Vorschub geleistet. Für Tyrothricin sind bislang keine Resistenzen bekannt und da der Wirkstoff spezifisch auf grampositive Bakterien und verschiedene Pilze wirkt, sind hautzelltoxische Effekte nicht zu erwarten. „Das Tyrothricin-haltige Hydrogel Tyrosur® Wundheilgel hat in diesem Bereich Stand-alone-Charakter und ist eine interessante Alternative zu lokal applizierten Antibiotika“, sagt der Dermatologe.

Nicht-entzündete Wunde – Befeuchtung durch Dexpanthenol

Der galenische Grundsatz der ideal-feuchten Wundheilung durch Hydrogele gilt aber auch bei oberflächlichen Hautschädigungen und nicht-entzündeten Wunden, die im Alltag schnell passieren. Zu dieser Art von Alltagswunden gehören alle geschlossenen, oberflächlichen Wunden, aber auch Hautschäden durch rissige, trockene Haut oder leichte Verbrennungen. „Auch, wenn uns als Fachleuten klar ist, dass die feuchte Wundbehandlung bei Alltagswunden gut geeignet ist, müssen wir das unseren Kundinnen und Kunden dennoch immer wieder erklären“, weiß Apothekerin Dr. Katrin Bachmann. Bei der Behandlung von nicht-entzündeten oberflächlichen Wunden rät sowohl die Pharmazeutin als auch der Dermatologe zu pflegendem Dexpanthenol.

„Ein sehr schönes Produkt, mit dem ich bereits viele gute Erfahrungen gemacht habe, ist das Tyrosur® CareExpert Wundgel. Das Medizinprodukt ist ein Hydrogel mit einem kühlenden Soforteffekt, Befeuchtung und einer pflegenden Komponente durch Dexpanthenol“, berichtet Dr. Katrin Bachmann aus ihrem Apothekenalltag.

Ideal-feuchte Wundbehandlung wie z.B. durch Hydrogele – die Vorteile im Überblick

• Schafft ein ideales Wundmilieu für neue Zellen
• Hat keinen okklusiven Effekt
• Unterstützt die natürlichen Stoffwechselprozesse
• Fördert den Wundheilungsprozess
• Unterstützt das Abfließen von keimhaltigem Sekret und reduziert so die Gefahr von Wundinfektionen
• Wirkt Schorfbildung entgegen und reduziert so das Narbenrisiko

Fragen für die Beratung bei Wunden

Im Beratungsgespräch ist es wichtig, verschiedene Punkte ab­zufragen, um den Zustand der Wunde einschätzen zu können.

• Wie lange ist die Verletzung her?
• Was war die Ursache?
• Hat die Wunde Anzeichen einer Entzündung wie Rötung, Schwellung oder Pochen? Oder ist sie oberflächlich, geschlossen und ohne Entzündungszeichen?
• Ist die Wunde infiziert zum Beispiel, weil die Katze gekratzt hat oder ein schmutziger Gegenstand im Spiel war?
• Wie ist der Gesundheitszustand der betroffenen Person: Besteht eine Immunsuppression, Diabetes mellitus, eine Krebserkrankung, Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck oder werden Blutverdünner eingenommen?
• Ist die Haut sehr dünn, beispielsweise aufgrund von hohem Lebensalter oder einer Kortisontherapie?

TIPP!

Wunde fotografieren

Apotheker:Innen und PTAs können ihren Kunden raten, von ihren Alltagswunden selbst regelmäßig ein Foto zu machen. So lässt sich der Heilungsverlauf gut nachvollziehen und auch eine Verschlechterung besser beurteilen, um gegebenenfalls einen Arzt aufzusuchen.

Weiter Informationen finden Sie unter: www.tyrosur.de 

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